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Vorsicht Glücksspielsucht!

Lotto ist ein Glücksspiel. Darauf muss durchaus hingewiesen werden. Mit der blanken Teilnahme sind Gewinne nicht garantiert. Darum hier einige Tipps und Hinweise.

Wohl jeder Mensch hegt den Traum der finanziellen Unabhängigkeit: Die Luxusvilla, ein hochwertiges Auto und die Reise um die Welt stehen dabei im Vordergrund. Mit herkömmlicher Arbeit lassen sich diese Wünsche meist nicht in die Tat umsetzen. Doch da gibt es ja noch das Lottospiel. Hier lauern allerdings nicht nur Millionensummen, sondern auch manche Symptome der Spielsucht.

Die Glücksspielsucht – auch beim Lotto eine stete Gefahr

Lotto Glücksspiel

Auch Lotto ist ein Glücksspiel und kann süchtig machen.

Wo um große wirtschaftliche Beträge gespielt wird, da ist auch das zwanghafte Verhalten nicht weit entfernt. Meist lässt sich dieses bereits daran erkennen, dass der Betroffene überzeugt ist, mittels eines ausgetüftelten Systems die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn zu erhöhen. Er leugnet also die Erkenntnis, dass es sich beim Lotto um ein Glücksspiel handelt, dessen Ziehungen sich eben gerade nicht vorhersehen lassen. Meist geht diese Entwicklung mit dem Wunsch einher, häufiger zu spielen, mehr Tippscheine einzureichen und auch alle Spielarten der Lotterie zu nutzen. Damit wiederum steigen die Ausgaben. Das Ziel liegt in der Mitnahme selbst kleiner Erträge, um mit diesen die Flut der Investitionen zu refinanzieren. In solchen Situationen bemerkt der Spieler meist gar nicht mehr, dass er bereits eine negative Spirale betreten hat.

Weitere Symptome können in der Form der Geldbeschaffung zu sehen sein: Wer sich die Summen bei Freunden oder Familienmitgliedern leiht, spontan seine Besitztümer verkauft oder sich anderweitig auffällig verhält, befindet sich in aller Regel in finanziellen Nöten. Diese sind eine Folge der Spielsucht und können den Betroffenen an die Grenzen seiner Existenz führen. Daneben stellt sich meist ein gereiztes, vielleicht sogar ein aggressives Wesen ein: Der Spieler wirkt getrieben von dem Verlangen, alles Denkbare für einen Gewinn beim Lotto zu unternehmen. Bei allen diesen Vorgängen ist er von sich überzeugt, den Schlüssel zum Erfolg finden zu können – ihm sogar sehr nahe zu sein. Ein solches Verhalten sollte zumindest die Kollegen, Familienmitglieder und Freunde aber aufhorchen lassen. Hier wird Hilfe benötigt.

Sinnvolle Maßnahmen gegen die Spielsucht

Die Tücke liegt allerdings bereits darin, dass der Suchtkranke häufig gar nicht bemerkt, wie sehr er sich in seinen Hoffnungen auf den großen Gewinn verliert. Ratsam ist es daher, dass nahestehende Personen ihn darauf hinweisen. Je nach erreichtem Stadium wären unterschiedlichen Optionen denkbar. Wer sich noch am Anfang des Leidens befindet und vielleicht etwas häufiger als der Durchschnittsbürger in die Lotto-Annahmestelle geht, wird bereits mit Gesprächen unter vier Augen zu beeinflussen sein. Meist sind die Betroffenen zu dieser Zeit noch empfänglich für Argumente, weisen diese also nicht gereizt von sich. Kommt es dennoch dazu, sollte ein Therapeut eingeschaltet werden, der sich in den Besonderheiten der Glücksspielsucht auskennt und der gezielt auf diesem Forschungsbereich tätig ist.

Im Regelfall ist es nicht einfach damit getan, für einige Tage oder Wochen keinerlei Tippscheine mehr einzureichen. Es muss vielmehr eine innere Überzeugung geschaffen werden, dass das Glücksspiel zu einer Sucht geführt hat. Insofern kann der geschulte Therapeut oder Psychologe oftmals erst im Zuge einer langfristigen Gesprächsbehandlung auf den Patienten einwirken. Wichtig ist es daneben, dass auch Übungen der Entspannung sowie der Bewältigung von Stress und sonstiger seelischer Nöte angeraten werden. Denn die Flucht in das Lottospiel stellt häufig nur ein Ventil weiterer mentaler Beschwerden dar. Mit Sport, dem regelmäßigen Spaziergang an der frischen Luft, einem interessanten Hobby oder auch dem gemütlichen Nichtstun kann also bereits die Therapie sinnvoll begleitet werden. Entscheidend gestaltet es sich allerdings, den Betroffenen zu solchen Schritten nicht zu drängen, sondern ihn selbst den Entschluss der Hilfe fassen zu lassen. Alle zwanghaft vorgenommenen Maßnahmen führen erfahrungsgemäß zu keinem konstanten Erfolg.

Wer hilft bei der Glücksspielsucht?

Bereits im Rahmen des sogenannten Glücksspielstaatsvertrages wurden die Anbieter zu einer Beratung ihrer Kunden angehalten. Diese liegt insbesondere in der Aufklärung und ersten Vorbeugung der Suchtgefahr. Interessierte Verbraucher können sich etwa telefonisch oder per Mai bei der Lottozentrale um ein Gespräch bemühen. Hierbei treffen sie auf geschulte Psychologen, die oft schon nach einer kurzen Unterhaltung das Gefährdungspotenzial einzuschätzen imstande sind. Im übereinstimmenden Verständnis werden sodann Maßnahmen festgelegt, um ein Abrutschen in die Sucht zu vermeiden. Dazu zählt regelmäßig das temporäre Schließen des Mitgliedskontos oder auch die Beschränkung der wöchentlichen Ausgaben. Die Lottozentrale hat mit diesen Möglichkeiten eine Vielzahl von Betroffenen vor einem weiteren Absturz bewahren können – die Erfolge geben den Mitteln also recht.

Etwas anders sieht es dagegen aus, wenn die Sucht bereits deutlich vorangeschritten ist und nur noch eine Therapie bei einem Psychologen helfen kann. Hier sollte ein erstes Gespräch mit dem Hausarzt geführt werden, der anschließend eine Überweisung zum Spezialisten ausstellen und einen solchen meist schon empfehlen kann. Die nachfolgenden Schritte erfordern indes viel Disziplin und Geduld sowie die Unterstützung durch Familienmitglieder und Freunde.

Hier bekommen Sie Hilfe

Einige weiterführende Webseiten dürften dabei das Bewusstsein zur Erkennung der Suchterkrankung anregen:
Spielen-mit-Verantwortung.de – auf dieser Seite erhält der Betroffene wertvolle Informationen zur Erkrankung sowie einen Zugang zur allgemeinen Hilfe.

Planet-Wissen.de – die bekannte Fernsehsendung Planet Wissen hat sich in einer eigenen Folge der Spielsucht angenommen und alles Wissenswerte zusammengetragen.

BzgA.de – die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat sich neben anderen Ratschlägen auch der Suchtprävention gewidmet und klärt interessierte Bürger darüber auf.

Bild: © ag visuell – Fotolia.com

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